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Mobilität neu denken

Mobilität neu denken

Die Bedeutung von Mobilität nimmt auch im Rhein-Erft-Kreis immer weiter zu. Wir sind ein stetig wachsender Kreis, der vor allem durch die Nähe zu Köln, aber auch zu Aachen immer mehr Menschen anzieht. Unsere eher dörflichen Kommunen müssen sich aufgrund der Gegebenheiten zu Städten weiterentwickeln, da die vorhandenen Strukturen nicht für die Art Leben ausgelegt sind, die eine breite Masse der Gesellschaft fordert.

Es leben viele junge Menschen, Studierende und Pendler im Kreis, die auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind, aber auch einige Menschen, die sich bewusst gegen die dauerhafte Nutzung eines PKWs aussprechen, weil sie wissen, wie schädlich der Co² Ausstoß für unsere Umwelt ist.

Vermutlich würde man viel mehr Menschen überzeugen können, auf den ÖPNV umzusteigen, wenn dieser die individuellen Bedürfnisse der Menschen abdeckt. Denn wenn ich die Wahl habe, ob mein Weg zur Arbeit 40 Minuten oder doch 90 beträgt, würde ich selbstverständlich die 40 Minuten wählen.

Wir PIRATEN setzen uns daher weiter dafür ein, dass bis 2030 keine Person im Rhein-Erft-Kreis mehr auf die Nutzung eines privaten PKWs angewiesen ist.

Wir sind uns darüber bewusst, dass nicht alle Wünsche und Ziele von heute auf morgen umgesetzt werden können, hier spielen mehr Faktoren, als der reine Wunsch eine Rolle. Nichtsdestotrotz bewegen wir uns in die richtige Richtung.

Seit Dezember 2020 kommen im Kreis sogenannte Schnellbuslinien zum Einsatz, die Verbindungen zwischen Kommunen herstellen, auf deren Wegen keine Schienen verlegt sind. Schnellbuslinien halten nicht an jeder Haltestelle und haben einen ziemlich direkten Linienweg. Es wurden zwei Schnellbuslinien eingeführt, SB91 und SB92/SB93. Damit entstehen direkte Verbindungen – beispielsweise von Brühl nach Wesseling. Außerdem werden zwischen den Anfangs- und Endhaltestellen verschiedene Kommunen eingebunden, die sonst eher abgeschottet wirken. Hier z.B. Elsdorf.

Weitere Informationen zu den Schnellbuslinien findet ihr hier: https://www.revg.de/aktuelles-komplettansicht/1061.html

Eine super Sache, finden auch wir PIRATEN, weil wir so einen großen Schritt hin zu mehr Mobilität im Kreis geschaffen haben. Durch die Vernetzung werden die einfachsten Dinge, wie der Weg zur Arbeit oder das Besuchen eines Arztes in einer anderen Kommune enorm vereinfacht.

Wie bereits erwähnt ist dies ein guter Schritt in die richtige Richtung, für uns aber noch lange nicht genug. Wie wir bereits im Wahlkampf immer wieder betont haben: Wir müssen Mobilität neu denken. Doch was bedeutet das eigentlich? Was stellen wir uns hierunter vor?

Ich möchte hier auf einige Punkte aus unserem Wahlprogramm eingehen.

Mobilität ist nicht nur die bloße Verbindung zwischen Kommunen oder die Taktverdichtung, damit man nicht zwei Stunden auf den nächsten Bus wartet, der einen dann doch irgendwie nicht so richtig zum Ziel bringt.

Mobilität bedeutet auch, dass jeder Mitmensch den ÖPNV individuell für sich anpassen kann. Hier muss ein vernetztes System entstehen, das alle Bedürfnisse abdeckt. So benötigen wir beispielsweise Stationen, an denen man sich ohne weiteres ein Fahrrad oder einen Leihwagen mieten kann. Eine Mobilitätsapp soll zur Vereinfachung der Buchungsvorgänge und Abfrage der Verfügbarkeit genutzt werden können.  Da, wo es der Staat im ländlichen Raum nicht schafft, die benötigte Mobilität zur Verfügung zu stellen, muss er den Bürgern ermöglichen sich selbst zu helfen: Bürgermobilitätsvereine können das ÖPNV-Angebot ergänzen. Diese sollen finanziell unterstützt werden.

Weiterhin bedeutet Mobilität für uns auch, dass wir mehr Park & Ride Plätze schaffen und die Bustaktung mit der Taktung der Deutschen Bahn abgestimmt ist. In Bussen muss es stets möglich sein, Fahrräder oder E-Scooter mitzunehmen.

Wenn wir über Fahrräder sprechen ist auch hier wichtig zu erwähnen, dass diese genauso Mobilität versprechen sollten, wie ein Bus oder ein AST-Taxi. So sehen wir es auch als politische Aufgabe, das Radfahren sicherer und schöner zu gestalten. Auch hier sollen Schnellfahrlinien entstehen, die die Ortskerne umgehen, um so den Verkehr zu beruhigen. Wir benötigen zudem an allen Bahnhöfen, Busbahnhöfen und belebten Orten sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Mit gutem Beispiel voran geht Erftstadt. Hier findet ihr eine Mobilitätsstation mit einem öffentlichen Fahrradparkplatz und einem Fahrradraum, der abgesperrt ist und zu dem man nur nach Registrierung Zugang über einen Code erhält. Des Weiteren gibt es eine Carsharing und E-Lade Station, Taxistände, die Möglichkeit ein AST-Taxi zu nutzen, digitale Fahrplananzeigen, einen Kiosk und einen abgeschlossenen Sanitärbereich. Im Gesamten wurde der Bahnhof enorm aufgewertet und ausgestattet. Besonders schön fällt die Umsetzung eines Rampenwegs für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen etc. auf.

Wer mehr über die Mobilitätsstation erfahren möchte, kann sich diese hier anschauen: https://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/vr/mobilstation-erftstadt/?scene=5d08ed99ffd0e19756320951

Mehr zu einem unserer Kernthemen Mobilität und zu vielen anderen interessanten Ideen und Wünschen der Piraten Rhein Erft findet ihr hier: https://piratenpartei-rhein-erft.de/programm/index.html

Wir werden weiterhin daran arbeiten die Mobilität in unserem Kreis zu verbessern, dies ist enorm wichtig für uns und für die Umwelt. Hierbei möchten wir immer versuchen, dass individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden und der ganze Spaß auch finanziell zu stemmen ist.

Wie ihr wisst sind wir immer für Ideen und Anregungen offen. Alle von uns sind immer ansprechbar. Falls ihr jedoch einen direkten Vertreter aus eurer Kommune oder dem Kreis sprechen möchtet findet ihr diese hier: https://piratenpartei-rhein-erft.de/2020/12/30/einmischen-erwuenscht/

Einmischen ist bei uns PIRATEN erwünscht!

Stella Tuchscherer ist auszubildende Kauffrau für Büromanagement, Vorstandsmitglied REK und Ortsgruppensprecherin der Piratenpartei in Kerpen. Nebenberuflich arbeitet Sie im Jugendzentrum als Kinderbetreuerin mit verschiedensten Projekten. Ihr ganzer Einsatz steckt in der Sozialpolitik, wo Sie versucht die Lebensqualität für alle zu verbessern.